Im Abfall steckt ein ansehnliches CO2-neutrales Energiepotenzial.
Denn biogene Abfälle – also Abfälle pflanzlicher, tierischer oder mikrobieller Herkunft – machen schweizweit rund ein Drittel des Kehrichts aus.
Gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) wurden im Jahr 2023 in der Schweiz 1,405 Millionen Tonnen biogene Abfälle (Grüngut, Rüstabfälle, Speisereste) in zentralen Anlagen kompostiert oder vergärt.
Trotzdem fallen weiterhin grosse Mengen an Lebensmittelverlusten an: Jedes Jahr gehen in der Schweiz rund 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren (Food Waste, Quelle BAFU/WWF). Das entspricht etwa 330 Kilogramm pro Person und Jahr. Ein signifikanter Teil dieser Abfälle – rund 250'000 Tonnen Nahrungsmittelabfälle – landet weiterhin in Kehrichtverbrennungsanlagen.
Aus gesammeltem Grüngut, Rüstabfällen und Speiseresten lässt sich jedoch durch Vergärung effizient Biogas zur Produktion von CO2-neutraler Energie gewinnen, was aus ökologischer Sicht bevorzugt wird.
Nicht umsonst gilt organischer Abfall inzwischen als eine Stütze der umweltschonenden Energiegewinnung und ist ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft.